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Theater

elektra


„elektra“, eine frühe oper von richard strauss, geschrieben im expressionistischen stil mit klangillustrierenden, psychologisierenden elementen, nach einer literarischen vorlage von hugo von hofmannsthal, beschäftigt sich mit dem nonkonformismus einer jungen königstochter. elektra, tochter der klytaimnestra will den mord der königinmutter an ihrem nach jahren aus dem krieg wiederkehrenden mann und elektras vater, agamemnon ans licht bringen und gerächt sehen. im königshaus stößt sie dabei auf widerstand. elektra geht an der gesellschaftsfähigkeit ihrer wahrheitsliebe und an der ohnmacht, nichts tun zukönnen, zu grunde. diese oper ist, einer damaligen kunsttendenz entsprechend, ein stark der psychoanalyse verpflichtetes werk. in der thematik, der gesteigerten fülle des orchesters und der mitunter vernichtenden brutalität des klanges, spiegeln sich die zeichen jener zeit, in der das werk entstand.

bühnen- und kostümidee:

in einer zerstörten landschaft, welche ein land nach einem krieg oder einer klimakatastrophe darstellen könnte, steht ein großer gelber stein. wie durch einen magnet ist elektras bewegungsspielraum an ihn gebunden. er stellt ein sinnbild ihres aufbegehrens und dessen verurteiltsein zum scheitern dar. ein zweites element der bühnenidee ist die verselbstständigung von elementen der außenwelt um die, sehr auf ihre sicht der dinge fixierte elektra, herum: eine baumkrone wächst vom himmel herab, der stein verbiegt sich, eine gruppe von blinden, geführt von einem einäugigen, erscheint etc.. diese bühnenidee ist ein rückgriff auf das antike verständnis von der synchronizität von ereignissen in natur und gesellschaft und bedient gleichzeitig eine darstellung der aktiven wahrnehmungssituation elektras. die zeit ist aus den fugen.

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